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Viele Schlaganfälle sind vermeidbar

Schlaganfälle haben viele Ursachen. In den allermeisten Fällen liegt die Verstopfung einer Arterie vor. Häufige Ursache für Aderverstopfungen im Gehirn sind Blutgerinnsel, die im Herzen (genauer im Herzvorhof) entstehen und in das Gehirn gespült werden.

Häufige Ursache für die Entstehung von Gerinnseln im Herzen ist eine Herzrhythmusstörung, genauer gesagt Vorhofflimmern. Für den Laien ist ein Hinweis, dass das Herz unrhythmisch schlägt. Vorhofflimmern kann vom Hausarzt oder einem Kardiologen mit dem EKG diagnostiziert werden. Das Risiko für Patienten mit Vorhofflimmern, einen Schlaganfall zu bekommen, ist bis 5 mal so hoch wie ohne Vorhofflimmern. Die Bildung von Gerinnseln kann wirkungsvoll verhindert werden und das Risiko kann bis um 70% vermindert werden. Schon bisher war dieses mit gerinnungshemmenden Mitteln, insbesondere Marcumar, möglich.

Mit neuen Medikamenten ist eine gleichgute, zum Teil sogar bessere Verminderung des Schlaganfallrisikos möglich, gleichzeitig besteht ein geringeres Risiko für unerwünschte Blutungen, insbesondere Blutungen im Gehirn. Insbesondere für Patienten, die Probleme mit der Behandlung mit Marcumar haben, kann überlegt werden,  stattdessen eines der neueren oralen Antikonvulsiva – NOAK – einzusetzen. Ein Gespräch mit dem behandelnden Hausarzt und /oder Kardiologen kann hier im Bedarfsfall Klärung schaffen.